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Im Sommer 1975 sah ich im Fernsehen Aikido. Fasziniert begann ich, mich in Bibliotheken intensiv mit Kampfsport, Kampfkunst, Zen und natürlich Aikido zu beschäftigen. Den ganzen Herbst 75 suchte ich nach einer Trainingsmöglichkeit, schaute häufig bei Übungsstunden zu und nahm an Probetrainings teil. Im Januar 76 startete ich schließlich mein regelmäßiges Training.
Meine Begeisterung für Aikido ist bis heute ungebrochen – mit einer Ausnahme: Bei meiner dritten Übungsstunde im Aikikai-Honbu-Dojo (Tokio, 1984) erlebte ich eine so ernüchternde Situation, dass ich kurz ins Zweifeln geriet. Diese Geschichte erzähle ich gerne ein andermal.
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Zu Beginn meiner Aikido-Zeit war diese Kampfkunst deutlich weniger verbreitet als heute. Um regelmäßig – in meinem Fall täglich – zu trainieren, reiste ich damals an viele verschiedene Orte, oft an Wochenenden quer durch Europa. Im Alltag pendelte ich ständig zwischen Porz, Köln und Düsseldorf hin und her. Dieses Engagement finanzierte ich mit dem einen oder anderen Job.
Auf den zahllosen, oft stundenlangen Fahrten entstand der Wunsch, Aikido an einem festen Ort zu üben – und damit mir selbst und auch anderen Menschen in Köln leichter ein regelmäßiges Training zu ermöglichen.
Eine ehemalige Schmiede in Hürth-Efferen wurde unser erstes Dojo. Im Herbst/Winter 84/85 eigenhändig umgebaut. Keinerlei Isolation: Im Sommer – wegen eines Glasdachs – zwar wunderschönes Tageslicht, doch die Hitze war fast unerträglich. Im Winter dagegen – wir hatten eine alte, schwache Industrie-Luftheizung aus den 50ern – war es extrem kalt. Der Winter 86/87 war dann auch noch ungewöhnlich frostig für Köln, sodass wir die Matte gerade mal auf +2 °C bis +5 °C bekamen. Die Durchschnittstemperaturen in den Jahren waren allerdings traumhaft – 😅!
Im Frühling und Herbst hatte der Werkstattcharakter sogar einen besonderen Charme.
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Vorsichtshalber hatten wir in Hürth-Efferen nur einen Mietvertrag für 4 Jahre abgeschlossen. Unser zweites Dojo – die Silcherstraße in Bickendorf – rückte ins Blickfeld. Einst eine schmuddelige Lkw-Garage: 500 qm roher Raum, der scheinbar darauf wartete, in ein gepflegtes Dojo umgewandelt zu werden.
Die Anspannung stieg, denn allein die monatlichen Fixkosten sollten sich um das Dreifache erhöhen.
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Mit 29 Jahren, entschlossen und fokussiert, errichtete ich 1988 gemeinsam mit Hans-Jürgen das größte Dojo Europas. Ein Ort, der bald mehr wurde als nur eine Trainingsstätte. Bis zum Umzug ins heutige Dojo – mittlerweile war ich 62 – reifte hier nicht nur unser Aikido, sondern das Üben verschmolz mit dem Raum selbst zu einem lebendigen Gesamtkunstwerk.
Das heutige Dojo – die ehemalige Dreifaltigkeitskirche – hat hier seine Wurzeln.
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Bis 1997 war das Tokonoma (Bildnische) in einem Olivton. Dahinter verbarg sich eine der beiden Toreinfahrten. Drei Reihen Glasbausteine machten das Dojo zwar heller, aber auch deutlich geräuschempfindlicher. Und in der Ecke stand ein Ficus mit zenmäßig angeordneten Kieselsteinen.
Später wurde der Übungsraum Schritt für Schritt leerer und weißer. Erst mit Prof. Paul Böhm kehrte im dritten Dojo wieder wohldosiert Farbe zurück.
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In diesem Jahr haben wir die Ost-, Nord- und Südseite des Dojos geschlämmt. Der Umbau am Gebäude ist damit abgeschlossen – ❤️!
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- 23. bis 26. Dezember geschlossen
- Zwischen Weihnachten und Silvester offen
- Silvester und Neujahr geschlossen
- Ab 2. Januar offen
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„Nur das Denken, das wir leben, hat einen Wert“, Hermann Hesse
6 Tage Training in der kältesten Jahreszeit zur kältesten Tageszeit.
Zusätzliche Übungszeit: Montag bis Samstag von 5:50 bis 7:00 Uhr frühmorgens. Ab 5:50 Uhr leitet eine Klangschalen-Meditation das Kangeiko ein.
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Mittlerweile gibt es an fünf weiteren Orten in Deutschland Aikido-Übungsmöglichkeiten, die sich an unserem Stil orientieren.
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In den vergangenen drei Monaten habe ich zwar keinen Newsletter versendet, dafür aber unsere Website mit Inhalten ergänzt. Erstmals habe ich persönliche Fotos mit Asai und Hatakeyama in meine Vita aufgenommen. Außerdem sind auf den Seiten „Aikido“ und „Üben“ nun die Fotos von Theodor Barth zu sehen.
Besonders freue ich mich, dass wir im November in der FAZ im Feuilleton, in der Frankfurter Allgemeinen Quarterly sowie in der Schweizer „WOZ“ mit einem Foto und einem kurzen Text erwähnt wurden. |
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Mit dem Schlämmen und den damit verbundenen Arbeiten habe ich mich – trotz vieler Spenden – finanziell ein wenig übernommen. Sobald sich alles wieder eingependelt hat, geht es im Garten weiter.
Über weitere Zuwendungen würde ich mich sehr freuen. Eine Spendenquittung für das Finanzamt kann nicht ausgestellt werden.
- PayPal
- Dirk Kropp, Aikido üben
IBAN: DE51 3705 0198 0002 9926 26 COLSDE33XXX Verwendungszweck: Spende Dojogarten
- Samu, gemeinsame Dojo-, Garten- und Wegepflege: samstags 9.30 bis 12 Uhr.
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Es ist Zeit, danke zu sagen
Ich erinnere mich an die Vorweihnachtszeit 1975 und daran, wie sehr ich darauf hingefiebert habe, endlich mit dem regelmäßigen Üben zu beginnen. Es war, als hätte ich schon damals eine leise Ahnung davon, dass Aikido meine Berufung sein könnte.
Nun, ein halbes Jahrhundert später, möchte ich allen Menschen, die mich auf diesem langen, nicht selten auch steinigen Weg begleitet haben, aus vollem Herzen danken!
Besonders gilt mein Dank all jenen, die mit mir Seite an Seite auf der Matte gestanden haben und stehen – Euch, den Übenden, die ein Stück des Weges mit mir gehen.
Gesegnete Weihnachten
Dirk
auch von
Rosmarie, Christian, Petra, Michael, Giuseppe, David und Ursula
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Fotos der geschlämmten Fassade: Lukas Roth
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Dirk Kropp – Aikido üben
Rochusstraße 216 50827 Köln
0151 6166 3219
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